Sehenswürdigkeiten - Sightseeing in Ingolstadt

Das Bild Ingolstadts ist geprägt von Bürgerhäusern des Spätbarocks, durch schmale Fronten und hohe Giebeln ausgezeichnete Profanbauten blicken, vor allem in der Theresienstraße auf die Bürger hinab. Diese ist, gemeinsam mit den beiden Hauptstraßen, der Harderstraße-Moritzstraße und in ihrer Verlängerung über den Rathausplatz zur Donaustraße und dem Platz "Am Stein" Fußgängerzone und Zentrum der Altstadt.

Relativ zentral an der Donaustraße liegt am Rathausplatz das aus dem 16. Jahrhundert stammende alte Rathaus, das 1881 von Gabriel von Seidl im Stil der Neurenaissance umgestaltet und erweiterte wurde.

Das Museum für Konkrete Kunst im Mitteltrakt der einstigen Donaukaserne zeigt in einer ständigen Präsentation und in Wechselausstellungen die Entwicklung der Konkreten Kunst.

Das Theater Ingolstadt ist seit seiner Fertigstellung 1966 eine architektonische Sehenswürdigkeit. In seinem Inneren ist der Festsaal der Stadt, das Große Haus des Theaters, eine Werkstattbühne, Ausstellungsräume und das Theaterrestaurant.

Über den Donausteg des neuen Schlosses gelangt man in den Klenzepark, der 1992 Gelände der Bayerischen Landesgartenschau war. Mit diesem Park bietet die Stadt ihren Bewohnern und Besuchern einen gärtnerisch liebevoll gestalteten und perfekt gepflegten Bürgerpark am Südufer der Donau.

Im Bayerischen Armeemuseum im neuen Schloss am Paradeplatz findet sich das einzige staatliche bayerische Museum außerhalb Münchens. Das Gebäude ist nicht nur wegen der Ausstellungsstücke eine Besichtigung wert, sondern auch wegen der gut erhaltenen Architektur des imposanten Baus.
Aber auch Modernes kommt im Ingolstädter Kulturangebot nicht zu kurz. Im Februar 2000 eröffnete das Alf Lechner Museum, das einen der bedeutendsten Stahlbildhauer des 20. Jahrhunderts würdigt und zusätzlich Ausstellungen weiterer international anerkannter Künstler präsentiert.

Der Herzogkasten war bis zum Bau des neuen Schlosses im 15. Jahrhundert Sitz der Ingolstädter Herzöge, der dreigeschossige Bau geht auf Ludwig II den Strengen zurück. Die Bezeichnung Kasten leitet sich nicht aus dem bulligen Charakter des Gebäudes ab, sondern aus der Bedeutung des Wortes für Kornspeicher oder Stadtkasse. Heute hat die Stadtbücherei, benannt nach Marieluise Fleißer, darin ihren Sitz.

Nördlich der Fußgängerzone ist die Franziskanerbasilika gelegen, hier wird seit dem Krieg ein Gnadenbild der Mutter Gottes aufbewahrt, das man in den Trümmern des Augustinerklosters fand. Die dreischiffige Basilika entstand um 1270-1275, wurde in den folgenden Jahrhunderten aber mehrmals verändert. Besondere Bedeutung hat die Kirche, da hier vom 13. Jahrhundert bis zum 19. Jahrhundert berühmte Persönlichkeiten Ingolstadts begraben wurden.

Gegenüber der Franziskanerkirche liegt das im 13. Jahrhundert gegründete Kloster St.Johann im Gnadenthal mit der Gnadenthalkapelle.
An der Neubaustraße steht die 1736 fertiggestellte Kirche Maria de Victoria, die eine der schönsten bayerischen Rokokokirchen ist. Der Entwurf stammt von Egid Quirin Asam, besonders sehenswert ist die von Cosmas Damian Asam bemalte Decke, die Maria als Königin des Himmels und Mittlerin der göttlichen Gnaden darstellt und die Lepanto-Monstranz, die 1708 vom Augsburger Goldschmied Johann Zweckl für die bürgerliche Kongregation erstellt wurde und als wertvollste Monstranz der Welt gilt.

Das Liebfrauenmünster, das heute noch offizielle Kirche der Universität ist, wurde ab 1425 gebaut. Ludwig der Gebartete hatte diesen Münster zu seiner Grabkirche bestimmt, allerdings starb er in Gefangenschaft, so das er dort nie begraben wurde. Der komplette Name der Kirche lautet: Zur Schönen Unserer Lieben Frau und geht auf ein von Ludwig aus Frankreich mit gebrachtes goldenes mit Edelsteinen besetztes Marienbild zurück. Die Liebfrauenkirche ist neben dem Kreuztor Wahrzeichen Ingolstadts.

Das Kreuztor war Teil der 1363 begonnenen Erweiterung der Stadt und wurde nach einer Inschrift ab 1385 gebaut. Es war eines der vier damaligen Haupttore, von denen es heute als Einziges noch steht.

Auch in Ingolstadt wird gerne gefeiert, insbesondere bei den wiederkehrenden Veranstaltungen zeigt sich die Stadt von ihrer schönsten Seite. Beim im März stattfindenden Brunnenfest kann man vor der Kulisse des Neuen Schlosses bis zum Ostermontag den Osterbrunnen und die Stände bewundern, Osterschmuck kaufen oder sich mit Spezereien stärken. Der Osterbrunnen ist dabei mit Thujen- und Buchszweigen und über 3000 bemalten Eiern geschmückt.
Auch Pfingsten feiern die Ingolstädter mit einem traditionellen Pfingstfest. Durch das unverzichtbare "Ozapft is" eröffnet der Oberbürgermeister das mit zwei Bierzelten, einem Warenmarkt und Fahrgeschäften ausgestattete Volksfest. Das herbstliche Pendant dazu gibt es im September mit dem Herbstfest.

Im Sommer herrscht von Juni bis Oktober der Ingolstädter Kultursommer, der mit Musik, Theater, Folklore und Kleinkunst Stadt und Besucher auf Trab hält.
Das große Bürgerfest sondern für die ganze Region. An die 2000 Mitwirkende sorgen für ein unvergleichliches Wochenende.

Im August lockt den Durstigen das "Reines Bier"-Fest, das die Stadt in mittelalterliche Szene setzt. Gefeiert wird das 1516 in Ingiolstadt verkündete Bayerische Reinheitsgebot und es gibt nicht nur Bier, auch alkoholfreie Getränke und besondere Spezialitäten werden dem Besucher feilgeboten.

Die Septemberdult hat große Tradition. Ursprünglich fand die Dult ab 1323 mit Genehmigung des Königs drei Wochen über Pfingsten hinweg statt. Am Ende des 14. Jahrhunderts traten an dessen Stelle eine Mai- und eine Septemberdult, von denen bis heute noch die Septemberdult geblieben ist.

Der Ingolstädter Christkindlmarkt ist einer der ältesten in Deutschland. Aus den mehr als vierzig Holzhäuschen strömt weihnachtlicher Duft nach Mandeln, gebratenen Äpfeln und Glühwein und heimische Posaunen- und Bläsergruppen verzaubern die Besucher mit festlichen Klängen.